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Nachhaltige Polymerherstellung: Wie umweltfreundliche Azo-Initiatoren die Umweltbelastung verringern | Do Sender Chem

June 12, 2026 2 min read

Warum Nachhaltigkeit in der Initiatorchemie eine Rolle spielt

Die Polymerindustrie steht unter zunehmendem Druck seitens der Aufsichtsbehörden, nachgelagerter Kunden und Endverbraucher, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Die Auswahl der Initiatoren – die bei Nachhaltigkeitsaudits oft übersehen wird – kann erhebliche Auswirkungen auf den CO₂-Fußabdruck eines Herstellers, die Abwasserqualität und die Arbeitssicherheit haben.

Drei Säulen einer nachhaltigen Initiatorherstellung

1. Nitrilfreie Azo-Initiatoren: Die AIBME-Revolution

Herkömmliche Azo-Initiatoren wie AIBN und ABVN setzen bei der Zersetzung giftige Nitril-Fragmente (—CN) frei. Do Senders AIBME (CAS 2589-57-3) beseitigt dieses Problem vollständig, da es bei der Zersetzung Methylisobutyrat und Stickstoffgas bildet – beides umweltverträgliche Stoffe.

NachhaltigkeitsfaktorAIBN / ABVNAIBME
ZersetzungsnebenprodukteTetramethylsuccinonitril (giftig), N₂Methylisobutyrat (unbedenklich), N₂
Kosten für die AbwasserbehandlungHoch (Nitrilabscheidung erforderlich)Minimal
Möglichkeit der Zulassung für den Kontakt mit LebensmittelnSchwierigGünstiger Weg
Expositionsrisiko für ArbeitnehmerMäßig (Staub + Nitrildämpfe)Gering (Flüssigkeit, keine Nitrildämpfe)
CO₂-Fußabdruck (pro kg Polymer)Ausgangswert~12 % niedriger (geringerer Energieaufwand für die Reinigung)

2. Energieeffiziente Niedertemperatur-Initiatoren

ABVN von Do Sender mit einer Halbwertszeit (t1/2) von ~51 °C nach 10 Stunden ermöglicht eine Polymerisation bei Temperaturen, die 10–15 °C unter denen herkömmlicher AIBN-basierter Verfahren liegen. Bei einer typischen Produktionslinie mit einer Jahreskapazität von 20 Tonnen lassen sich dadurch schätzungsweise 35.000–50.000 kWh pro Jahr einsparen. Ebenso ermöglicht Perodox EHP die PVC-Polymerisation bei 40–55 °C – deutlich niedriger als bei herkömmlichen Initiatoren.

3. Flüssige Initiatoren: Beseitigung von Staubgefahren

Flüssige Initiatoren wie AIBME beseitigen das Risiko durch lungengängigen Staub vollständig, lassen sich nahtlos in automatisierte Dosiersysteme integrieren und reduzieren Reinigungsausfallzeiten, indem sie die Ansammlung von Pulverrückständen in Rohrleitungen und Reaktoren verhindern.

Die ESG-Verpflichtungen von Sender

  • Nach ISO 14001:2015 zertifiziertes Umweltmanagementsystem
  • Geschlossener Kreislauf zur Lösungsmittelrückgewinnung: >95 % der Prozesslösungsmittel werden recycelt
  • Abwärmerückgewinnung: Die bei exothermen Reaktionen entstehende Wärme wird zur Beheizung der Anlage genutzt
  • Abwasserbehandlung nach dem „Zero Liquid Discharge“-Prinzip (ZLD) seit 2024
  • 30 % erneuerbare Energie aus der betriebseigenen Solaranlage (Ziel: 50 % bis 2028)

Häufig gestellte Fragen

Ist AIBME teurer als AIBN?

AIBME ist mit einem moderaten Preisaufschlag (~8–12 %) verbunden, doch eine Analyse der Gesamtbetriebskosten – unter Berücksichtigung des geringeren Abwasseraufkommens, des niedrigeren Energieverbrauchs und vereinfachter Sicherheitsprotokolle – ergibt in der Regel Nettoeinsparungen von 5–10 %.

Kann AIBME AIBN in bestehenden Prozessen ersetzen?

In den meisten Fällen ja. AIBME weist eine nahezu identische Halbwertszeit von 10 h (t1/2) (~66 °C gegenüber ~65 °C bei AIBN) und eine vergleichbare Initiierungseffizienz auf. Eine einfache molare 1:1-Substitution ist in der Regel ausreichend. Wir empfehlen, zunächst eine Pilotcharge durchzuführen.

Wie dokumentiere ich Nachhaltigkeitsverbesserungen gegenüber Kunden?

Do Sender stellt eine Nachhaltigkeitsauswirkungenerklärung zur Verfügung, in der Energieeinsparungen, der Verzicht auf Nitril und die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks quantifiziert werden – zur Verwendung in Ihrer ESG-Berichterstattung und Kundenkommunikation.

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